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CHEN REISS: Available Products
Romanze:Crescendo Höhenflüge Unwillkürlich erinnern Reinheit, Frische und der spezifische Jubelton von Chen Reiss’ lyrischem Sopran an große Vorgängerinnen wie Maria Reining und Elisabeth Grümmer. “Romanze” lautet der Titel ihrer neuen CD mit Liedern und Arien von Mozart, Spohr, Lachner und Schubert. Gemeinsam mit dem Klarinettisten Andy Miles hat Chen Reiss ein höchst reizvolles Repertoire aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgegraben: Damals wurde der Singstimme bisweilen ein obligates Soloinstrument an die Seite gestellt - quasi zur gegenseitigen Inspiration. Und genau dies ereignet sich hier. Wenn zwei Musiker (begleitet von einem lebhaft aufspielenden WDR Rundfunkorchester unter Pietro Rizzo) zu solch virtuosen wie innigen künstlerischen Höhenflügen durchstarten, bleibt der Hörgenuss völlig ungetrübt. Richard Eckstein Opernwelt Chen Reiss, breiteren Kreisen auch als Sopranstimme im Film “Das Parfüm” geläufig und auf dem Weg zur großen Karriere, verfügt über einen biegsamen, flexiblen Sopran mit angenehmem, silbern hellem Timbre, sie phrasiert schön, intoniert genau und wie selbstverständlich. Gerhard Persché Fono Forum Die israelische Sopranistin Chen Reiss verfügt über eine schlanke, äußerst flexible schöne Stimme, und Andy Miles, der Soloklarinettist des begleitenden WDR Rundfunkorchesters, erweist sich mit schöner Tongebung als adäquater Partner. Holger Arnold Opernglas Chen Reiss präsentiert in den behutsam orchestrierten Liedern einen apart schlanken, wenn auch leicht klingenden Sopran. Sie verfügt über eine erstaunliche Flexibilität. Auch in den innigen, stillen Stücken überzeugt die Sopranistin, rührt ihr schlichter und intimer Gesang. S. Martens Orpheus Die junge, zarte, aber tragfähige Stimme wird von der Klarinette mit warmem Klang umschmeichelt, zu begin in Mozarts unvollendet gebliebener Arie “ Schon lacht der holde Frühling”, … der die junge Sängerin virtuos, höhensicher und mit perfekter Diktion in nichts nachstehen dürfte. Beinahe den Klang einer Naturstimme nimmt die der Sängerin für den volksliedhaften “Zwiegesang” von Ludwig Spohr an, schön wird die leichte wehmut in des Komponisten “Wiegenlied” getroffen, und selbst der unsägliche Text aus seiner Oper Faust stört nicht den Eindruck der Entwicklung vom Mädchenhaften zum Weiblichen, den die Kunigunde vollzieht. Das Franz Lachner “Seit ich ihn gesehen” sich nicht mit Schumanns Liederzyklus messen kann, ändert nichts an der Leistung der Sängerin, die hier unbeschwert trällern darf. Rein, klar und von Melancholie umflort klingt Schuberts Romanze aus Die Verschworenen, ein anmutiger Wechselgesang zwischen Sopran und Klarinette entwickelt sich in “Der Hirt auf dem Felsen”. Ingrid Wanja Prolog, Wiener Staatsoper Unausgetretene Pfade Es muss nicht unbedingt die sechstausendste Einspielung eines populären Liederzyklus sein, mitunter greift man ja sogar lieber zu ausgefallenen Aufnahmen. Wie etwa zur der mit „Romanze“ übertitelten CD, auf der die Sopranistin Chen Reiss und der Klarinettist Andy Miles ausgewählte Kostbarkeiten zum Besten geben. Manches, wie Franz Schuberts Hirt auf dem Felsen, gehören zu jenen Stücken, denen man im Konzertalltag doch immer wieder begegnet, Louis Spohrs Wiegenlied oder Franz Lachners Seit ich ihn gesehen gehören hingegen nicht zum gängigen Repertoire. Mit ihrer helltimbrierten Stimme erweckt Chen Reiss die hier kompilierten Beispiele überzeugend zu neuem Leben und zeigt somit, wie vorteilhaft man auch auf nicht ausgetretenen Pfaden musizieren kann. Dem Wiener Publikum dürfte die Sopranistin wahrscheinlich insofern ein Begriff sein, als sie im vergangenen April in einer Rosenkavalier-Serie die Sophie gesungen hat. Begleitet werden die beiden Künstler vom WDR Radio Orchester unter der Leitung von Pietro Rizzo. (al) Italian Songs:Here’s a truly interesting disc, a collection of fairly rare songs sung by a relative newcomer on disc and accompanied by a pianist who fits into the same category. The result, considering that this is largely a Donizetti album, could easily have sounded innocuous and uninteresting, but the opposite is true. This album engages you and holds your attention, even through the few weak songs, and will have you coming back for more. Chen Reiss is an Israeli soubrette with better-than-average projection in the top range, consistently even tone production, superb breath control, and, wonder of wonders, interpretive insight that is sensitive to text. She does not just vocalize, as so many of her soprano sisters do, but imbues each song with attention to line, change of expression, and a rubato that 20 years ago would have been laughed at as hopelessly “old-fashioned.” The voice itself is likewise interesting and unique. Her tone quality reminds you a little of Natania Davrath, but only a little. Reiss sounds like no one else. It is as distinctive a voice as those of Elisabeth Schumann, Gwen Catley, Roberta Peters, and Lucia Popp. Once you’ve finished listening to this disc, you will have Reiss’s “voiceprint” firmly etched in your mind. My lone caveat, and it is minor, is that she does not display much variety of tone color, but it has been my experience that smallish soprano voices are often incapable of this. Of the comparative singers I’ve mentioned, only Schumann had this extra ability. The sound quality is uncommonly natural; singer and pianist sound as if they are literally in your living room. Stephan Lademann is a sensitive accompanist, alert to Reiss’s shifts of musical mood. (…) Lynn René Bayley Orpheus …Die Sängerin verfügt über einen mädchenhaft-zarten Sopran von lieblichem Klang und delikater Süße, … Die äußerst bewegliche Koloratur, der Charme des Vortrags und die Koketterie des Ausdrucks sind ihre Trümpfe, von denen vor allem Donizettis Gesänge profitieren. Ein Zeugnis seiner Liebe zur Wahlheimat Neapel sind die “Nuits d’été à Posillipo”, aus denen Chen Reiss je eine Arietta, Barcarola, Canzone und Romanza ausgewählt hat und mit feinen Nuancen, verschatteten Farben und keckem Übermut ganz unterschiedliche Stimmungen evoziert. Auch in den vier am Schluss der CD erklingenden Kompositionen finden sich zwei Titel als Ricordi napoletani. “ La ninna-nanna” beginnt mit schöner elegischer Linie gleich einer Kavatine, wie diese Stücke ganz allgemein als Studien zu Donizettis leichten Belcanto-Opern gelten dürfen. Die Sopranistin erweist sich für dieses Repertoire als sehr geeignet und dürfte in dieser Richtung eine große Zukunft vor sich haben. Im Kontrast zu den heiter-beschwingten Liedern, bei denen das Temperament der Sängerin offenbar wird, steht “Il sospiro”, wo sie mit wehmütig-empfindsamem Ton berührt. Melancholische, schmerzliche Stimmunen dominieren auch Schuberts italienische Gesänge. Hier gefällt Chen Reiss mit zart getupften Nuancen in “La pastorella”, betörender süße in “Guarde, che bianca luna” und starker Empfindung in “Mio ben ricordati”. Robert Burgmann Orpheus Die Israelische Sopranistin CHEN REISS hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Karriere hingelegt, die sie nach ihrem Münchener Festengagement von 2003 bis 2006 in alle Welt geführt hat (Zerbinetta in Tel Aviv, Sophie wieder in München, Gilda in Philadelphia bis zum “Parfüm”- Song mit den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle). Ihr fundiertes sängerisches Können wird bei “Ita;ienischen Liedern” von Donizetti und Schubert überzeugend deutlich, die sie mit dem sicheren STEPHAN MATTHIAS LADEMANN bei philArtis eingespielt hat. Da hat sie keine Probleme bei den Höhen in Schuberts “La pastorella” und “Misero pargoletto” oder in Donizettis neapolitanischer Kanzone “La ninna-nanna”. Sauber und stets klarstimmig singt sie die fließenden Melodien in schönem legato aus und bringt so die inhaltlich überwiegend harmlosen Lieder angemessen zur Geltung. Der Neue Merker Italienische Lieder von Schubert und Donizetti Ganz reizend raffiniert PAV 0701 Die in Israel geborene Sopranistin ist an der Bayerischen Staatsoper mit ihren Auftritten stets nur positiv aufgefallen. Zuletzt begeisterte sie als Gilda und als selbstbewusste Sophie im Rosenkavalier. Hier nun singt sie Lieder zweier Komponisten, die man nicht unbedingt gleich in einem Atem nennen würde, obwohl beide im gleichen Jahr, 1797, geboren wurden. Franz Schubert hat seine italienischen Lieder vor allem während seiner Studien bei Salieri geschrieben, der aus ihm einen italienischen Opernkomponisten machen wollte. Und so klingen diese 7 Lieder nicht nur textlich italienisch, sondern ebenso musikalisch. Die 10 Donizetti-Preziosen werden gekrönt von einem ganz reizend raffiniert vorgetragenen „Me voglio fà ’na casa“, welches ohnehin wohl das bekannteste der hier eingespielten Lieder ist. – Dumm nur, dass die Texte zwar im Original abgedruckt sind, jedoch ohne Übersetzung... Am Klavier begleitet Stephan Matthias Lademann. DZ copyright 2007 DER NEUE MERKER Klassik.com Kritik von Andreas Schubert, 09.08.2007 Chen Reiss: Italienische Lieder Label: Philartis Vienna, Obwohl Chen Reiss in den letzten Jahren wiederholt ihren Rang als erstklassige Vertreterin des lyrischen Koloraturfachs bestätigt hat, ist ihr Name in Deutschland noch immer ein Geheimtipp. Das liegt vor allem daran, dass die junge israelische Sopranistin viele ihrer Erfolge im Ausland feiert – USA, Kanada, Japan und natürlich ihr Heimatland Israel sind als wichtigste Stationen zu nennen. München jedoch bildet eine Ausnahme: hier war Reiss von 2003 bis 2006 fest engagiert und konnte in verschiedenen Rollen auf sich aufmerksam machen. Einen Höhepunkt markierte sicherlich ihr sensationelles Einspringen in Doris Dörries umstrittene Rigoletto-Inszenierung im Februar 2005. So viel jungmädchenhaften Charme, ein so makellos-zerbrechlich gesungenes ‘Caro nome’ hatte man sich von einer Ersatz-Gilda, die noch dazu ihr vorgezogenes Rollendebüt gab, nicht zu erhoffen gewagt. Nun endlich ist Chen Reiss’ erste Solo-CD erschienen, aber nicht mit Opernarien, sondern einer ebenso stil- wie reizvollen Auswahl italienischer Lieder von Schubert und Donizetti. Dass man diese auf den ersten Blick grundverschiedenen Komponisten in einem Recital ohne weiteres gegenüberstellen – oder vielmehr: zusammenbringen – kann, hat zwar vor rund einem Jahr schon der amerikanische Tenor Lawrence Brownlee bewiesen, doch trotz einiger Überschneidungen schadet es in keiner Weise, beide CDs im Regal stehen zu haben. Denn Reiss interpretiert die entdeckenswerten Lieder – im Fall von Schubert meist Kompositionsübungen aus seiner Zeit bei Salieri, im Fall von Donizetti eher‚ schöpferische Nebenprodukte’ für die private Verwendung – mit absoluter belcantistischer Selbstverständlichkeit. Ihr glasklarer, silbern timbrierter Sopran nimmt dabei jede Hürde: federndes Parlando und agile Appoggiaturen, bruchlose Decrescendi und eine mühelos und fokussiert angesetzte Höhe zeugen von einer rundum fundierten Technik, die aber nicht isoliert eingesetzt wird, sondern stets als Ausgangspunkt für gestalterische Nuanciertheit dient. Besonders entgegen kommen Reiss’ Stimme dabei die leicht dahinschwebenden Stücke wie Schuberts ‘Da quel sembiante appresi’ oder Donizettis ‘Me voglio fà ’na casa’, aber auch melancholische, in gedeckten Farben zu haltende Legato-Bögen liegen ihr ausgezeichnet. Einzig in dramatischen Momenten, etwa der opernhaften Stretta von Schuberts ‘Vedi quanto adoro’, fehlt es – rein klanglich – ein wenig am dramatischen Aplomb. Der hervorragende Eindruck des Recitals setzt sich in pianistischer Hinsicht uneingeschränkt fort. Stephan Matthias Lademann musiziert mit präzisem, aber niemals über Gebühr betontem Anschlag und erschließt dem Hörer ein weites Spektrum dynamischer Abstufungen. Über diese hervorzuhebende Einzelleistung hinaus erweist er sich auch als Liedbegleiter im besten Sinne, da er es exzellent versteht, mit seiner Partnerin gemeinsam zu phrasieren und Spannungsbögen aufzubauen, kurz: den Eindruck einer zielgerichteten und dennoch ungekünstelten Interpretation zu vermitteln. Aufnahmetechnisch hätte allerdings besser darauf geachtet werden können, dem Klavier eine der Singstimme gleichberechtigte Position zuzugestehen, da Reiss’ Sopran aufgrund seines Obertonreichtums ohnehin nie Gefahr läuft, in den Hintergrund gedrängt zu werden. |
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